Was uns besonders macht
1. Schwierige Zielregionen Unsere Zielregionen sind die im öffentlichen Bewusstsein oft vergessenen Orte, die sich nach dem Ende eines Krieges nun mühsam wieder aufbauen müssen, oder wo aufgrund von starker politischer Repressionen keine freie Ausbildung möglich ist. Wir fördern dort, wo andere nur Nothilfe leisten Nach dem Ende verheerender Kriegshandlungen sind die betroffenen Regionen oft noch instabil und politisch schwierig. Die großen Entwicklungsorganisationen konzentrieren sich dort deshalb meist auf humanitäre Soforthilfe. Wir denken aber, dass gerade diese Regionen junge qualifizierte Kräfte brauchen, die ihre Region wieder aufbauen oder repressive Systeme von Innen heraus verändern können. Deshalb fördern wir genau diese jungen Menschen, an genau diesen Orten. Unser Vorteil: Flexibilität Ist die Situation vor Ort zu gefährlich, laden wir junge Menschen für ein Studium nach Deutschland ein. Die großen Austausch- und Stipendienorganisationen sparen diese Orte aus, da sie dort nicht ihre üblichen Strukturen aufbauen können. Wir sind flexibler und gerade auf diese Regionen spezialisiert. Wir arbeiten mit sorgfältig ausgewählten lokalen Kräften und Mitarbeitern von Entwicklungsorganisationen zusammen und passen uns pragmatisch an die Prozeduren an, die die jeweilige lokale Situation vorgibt. 2. Eine besondere Zielgruppe Unsere direkte Zielgruppe sind weder Kinder, noch Kranke, noch Hungernde, sondern motivierte, integre junge Menschen, die die Probleme ihrer Heimat selbst in die Hand nehmen wollen. Wir fördern Studierende, weil wir glauben, dass gerade gut ausgebildete junge Menschen eine tragende Rolle im Wiederaufbau spielen können und sollten. Wir fördern junge Menschen, die langfristigen Wiederaufbau leisten wollen In von Krieg hart getroffenen, politisch unterdrückten Gesellschaften fehlt es meist an qualifizierten Kräften, die tragende Rollen im Wiederaufbau übernehmen können. Entwicklungsorganisationen beklagen oft den Mangel an qualifiziertem lokalem Personal. Und allzu oft sind es die alten korrupten und brutalen Eliten, die in diesem Vakuum die leitenden Rollen an sich reißen. Hier wollen wir ansetzen! Darum fördern wir gerade diejenigen, die eigene Projekte vorschlagen, die sich selbst und ihrem Umfeld helfen wollen, aber denen die Mittel und die Qualifikation dazu fehlen. Deshalb: klare Kriterien Unsere Geförderten müssen bedürftig sein, denn wir möchten diejenigen fördern, die sonst keine Chance auf eine gute Ausbildung haben. Unsere Geförderten sollen talentiert sein, denn mit unseren begrenzten Mitteln möchten wir gerade diejenigen fördern, die wirklich etwas ändern können. Entscheidend ist aber, dass unsere Geförderten motiviert sind, einen eigenen Beitrag zu leisten, eigene Ideen haben und diese glaubwürdig vermitteln können. Deshalb auch: Mehr als finanzielle Förderung Wir möchten unsere Geförderten durch unsere Stipendien motivieren, ihnen zeigen, dass ihr Engagement gewertschätzt und unterstützt wird. Wir möchten sie darüber hinaus dazu ermutigen, Korruption und Konflikte aktiv zu vermeiden. Fruchtbarer Austausch Deshalb betreuen wir die Geförderten direkt und bauen eine direkte Korrespondenz zwischen ihnen und hiesigen Studierenden auf, in der ein fruchtbarer Austausch zustande kommen kann und durch die klar wird, es gibt wirklich Menschen, die unterstützen wollen. Förderung von Bildungseinrichtungen Deshalb fördern wir Bildungseinrichtungen vor Ort, damit diese den Studierenden eine bessere, motivierende Ausbildung anbieten können. Spezielle Einzelförderung Deshalb ist mittelfristig auch vorgesehen, unseren Stipendiaten in Kooperation mit spezialisierten Organisationen Zusatzausbildungen in Korruptionsbekämpfung und Konfliktmanagement anzubieten. Dadurch möchten wir insbesondere ihr Bewusstsein für diese Probleme schulen. Und deshalb unterstützen wir sie nach Möglichkeit bei der Umsetzung ihrer Projekte, durch Kontaktvermittlung, Rat und eventuell auch Sach- und Finanzmittel. 3. Direkter Bezug Studierende helfen Studierenden Ein besonderes Kennzeichen von uns ist nicht zuletzt unser Studentischer Hintergrund. Auch wenn ein Studium keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist und Engagierte aus allen Bereichen herzlich eingeladen sind, sind unsere Basis doch die Universitäten. Das macht es uns möglich, auf gleicher Augenhöhe mit unseren Geförderten zu bleiben. Im Studium stehen sie vor den gleichen Problemen wie wir, viele von uns sind selbst Stipendiaten bei anderen Organisationen. Dynamisches Potential Unsere Anbindung an die Universitäten ermöglicht uns auch, auf ein stets nachwachsendes Potential an flexiblen und energiegeladenen jungen Menschen zurückgreifen zu können. Fähigkeiten und Kenntnisse aus dem eigenen Studiengang können bei uns vielseitig eingesetzt werden. Und was uns an Erfahrung fehlt, holen wir uns durch externe Beratung von erfahrenen Experten und Zusammenarbeit mit etablierten Organisationen. Positive Wirkung für uns selbst Nicht vergessen, sondern erwünscht ist dabei die positive Wirkung für uns selbst: Wir Studierende aus friedlichen Ländern werden dazu motiviert, uns intensiv mit den Zielregionen zu beschäftigen. Wir lernen aus erster Hand die Situationen von KommilitonInnen aus ganz anderen Hintergründen kennen. Und wir lernen durch die Arbeit in einer wachsenden, dynamischen Organisation eine breite Palette von Fähigkeiten, die uns in unserer Zukunft in vieler Hinsicht behilflich sein werden.
|